Küchenwissen

Reis in Brühe statt Wasser kochen

Brühe würzt Reis schon beim Garen. Das passt, wenn du ihn als Beilage oder in einer Reispfanne servierst und er selbst Geschmack mitbringen soll. Ersetze das Wasser durch Brühe und halte dich bei der Menge an die Angaben für die Reissorte.

Wie intensiv der Reis schmeckt, hängt von der Brühe und den übrigen Zutaten ab. Milde Brühe ergänzt ihn dezent, kräftige kann feine Aromen überdecken. Wie viel Geschmack der Reis aufnimmt, lässt sich nicht allgemein messen.

Wann Brühe gut passt

Brühe eignet sich, wenn du einfachen Reis zu Gemüse, Fleisch oder Fisch servierst und die Körner mehr Geschmack haben sollen. Sie passt auch in eine Reispfanne oder ein anderes Reisgericht, wenn die Kochflüssigkeit den Geschmack des Gerichts ergänzen soll.

Wasser reicht, wenn die übrigen Zutaten bereits kräftig gewürzt sind oder der Eigengeschmack des Reises im Vordergrund stehen soll. Das gilt etwa für Basmati oder Jasminreis, deren nussige beziehungsweise blumige Aromen eine starke Brühe leicht überlagert. Nimm in solchen Fällen Wasser oder eine milde Brühe.

Brühe für verschiedene Reissorten

Entscheidend ist, wie du den Reis servierst. Es gibt keine allgemeine Regel dafür, welche Reissorte Brühe am besten aufnimmt. Die folgende Orientierung richtet sich nach den üblichen Zubereitungsarten und den Aromen der Reissorten.

Reis oder Gericht Passende Flüssigkeit
Weißer Reis als Beilage Brühe würzt die Körner direkt und eignet sich, wenn der Reis schlicht serviert wird.
Risottoreis, etwa Arborio Brühe ist eine klassische Wahl. Sie wird nach und nach zugegeben, während der Reis gart.
Reis für Paella, etwa Bomba Eine aromatische Kochflüssigkeit passt gut. Fertige Brühe ist nicht zwingend nötig, wenn Wasser mit den übrigen Zutaten Geschmack aufnimmt.
Vollkorn- oder Naturreis Brühe ist eine Möglichkeit, wenn der Reis als eigenständige Beilage mehr Würze bekommen soll.
Basmati und Jasminreis Würze zurückhaltend, wenn das Eigenaroma erhalten bleiben soll.
Sushi-Reis und Milchreis Sushi-Reis wird üblicherweise mit Reisessig gewürzt, Milchreis mit Milch oder Pflanzenmilch. Brühe passt zu diesen Gerichten normalerweise nicht.

Für Risotto wird meist Brühe verwendet, aber leicht gesalzenes Wasser passt ebenfalls. So schmecken die übrigen Zutaten deutlicher, wenn eine kräftige Brühe ihren Geschmack überdecken würde. Bei Paella soll die Flüssigkeit Geschmack mitbringen. In der valencianischen Zubereitung entsteht dieser Geschmack durch Wasser und die übrigen Zutaten.

Brühe dosieren und Salz beachten

Brühe ersetzt das Wasser vollständig. Gib also nicht zusätzlich Brühe zur üblichen Wassermenge. Bei der Quellmethode, bei der der Reis die Flüssigkeit im Topf aufnimmt, gelten etwa 1,5 bis 2 Tassen Flüssigkeit je Tasse Reis als Richtwert. Die genaue Menge hängt von der Reissorte und der Kochmethode ab. Halte dich vorrangig an die Packungsangabe. Risotto und Paella werden anders zubereitet und brauchen daher andere Abläufe.

Prüfe den Salzgehalt der Brühe, bevor du zusätzlich salzt. Gemüsebrühe enthält häufig viel Salz. Mit einer milden oder salzarmen Brühe hast du mehr Kontrolle. Würze zunächst sparsam und schmecke den Reis nach dem Garen ab. Bei Risotto gibst du die Brühe nach und nach hinzu. Bei der Quellmethode kommt die gesamte Flüssigkeit zu Beginn in den Topf.